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Physiotherapie bei Rheuma: Mit Spickzettel zur Therapie

| Hilfe
Bewegung

Physiotherapie ist ein wichtiger Therapiebaustein. Physiotherapeut Stefan Bunger erklärt, wie man optimal von der Behandlung profitiert.

Herr Bunger, Sie arbeiten hauptsächlich mit Rheumabetroffenen. Wie können Sie und Ihre Kollegen dazu beitragen, Schmerzen zu lindern?

Ganz wichtig: keine Angst vor Bewegung! Betroffene müssen wissen: Bewegung ist das Mittel, das sie aus den Schmerzen rausholt! Wir brauchen den mündigen Patienten, der viel über seine Erkrankung weiß und erkennt, was er seinem Körper zumuten kann und was nicht.

Manche Betroffenen wollen sich am liebsten nur auf die Liege legen und der Therapeut macht dann schon – und die Schmerzen verschwinden. Aber selbst aktiv zu werden, ist der nachhaltigere Weg, der langfristig zu mehr Beweglichkeit, weniger Schmerzen und einer höheren Lebensqualität führt.

Welche Rolle kann die Physiotherapie dabei spielen, Betroffene zur Bewegung zu motivieren?

Das hängt ganz stark vom Patienten und seiner Bereitschaft ab, sich durch Bewegung selbst zu helfen. Wir können ihm in der Therapie viele gute Ideen und Übungen an die Hand geben, um auf die Krankheit einzuwirken. Die Umsetzung liegt bei jedem selbst. Das Problem ist oft der innere Schweinehund.

Ich rate deshalb meinen Patienten oft dazu, Sportarten zu ergreifen die ich für sinnvoll halte, oder empfehle das Funktionstraining der Rheuma-Liga. In der Gruppe ist es viel leichter, sich zu motivieren. Das Wichtigste ist, dass die Betroffenen nicht aufgeben, wenn der erste Trainer oder Therapeut nicht der Richtige ist. Sie brauchen niemanden, der sie immer weiter antreibt, sondern jemanden, der ihnen zeigt, wie man trotz der Krankheit gut trainieren kann, wann man sich lieber zurückhält und eine leichtere Variante wählt und wann man wie weit in den Schmerz gehen kann. Die Betroffenen müssen lernen, mit dem Trainer zu kommunizieren, und sich Hilfe holen – genau dafür sind wir da.

Was können Betroffene tun, um bestmöglich von der Physiotherapie zu profitieren?

Machen Sie sich eine Liste, welche Beschwerden Sie wann haben – zu welcher Tageszeit, bei welcher Tätigkeit, wann wird es besser? Sind die Schmerzen stärker beim Treppe hinaufgehen oder beim Hinabsteigen? Hilft eher Wärme oder Kälte? Machen Sie sich schon vor dem Arzttermin einen Spickzettel, den Sie auch mit zum Physiotherapeuten nehmen. Solche Angaben liefern dem Therapeuten wichtige Informationen darüber, welche Strukturen betroffen sind und wie man am besten vorgeht.

Zur Person: Stefan Bunger, Physiotherapeut und langjähriger Kursleiter der Rheuma-Liga Bremen, hat für seinen Landesverband verschiedene Bewegungsvideos gedreht. Sie sind kostenlos auf dem Youtube-Kanal der Rheuma-Liga Bremen zu finden. 

Merkblatt zur Heilmittelverordnung

Die Deutsche Rheuma-Liga hat ein neues Merkblatt zur Heilmittelverordnung erarbeitet. Sie erhalten es bei Ihrem Landes- oder Mitgliedsverband oder online in unserem Publikationsshop.

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